>Workshop mit Stefan Fiedler auf der Microlearning Conference 2006
Der Workshop befasste sich mit dem Thema e-learning 2.0 für Anfänger, Technologien und Anwendungsbeispiele. Stefan Fiedler stellte uns als erstes die Frage, was ist e-Learning 2.0?Für die Teilnehmer war es schwierig eine Antwort auf diese Frage zu finden. Manche Ansätze waren schon sehr gut, aber trotzdem war das ganze noch recht „schwammig“. Die meisten Argumente, die wir hervorbrachten, wurden von Stefan einfach widerlegt, indem er sagte, das kann e-learning 1.0 auch. E-learning 1.0 beinhaltete genauso den Informationsaustausch in Foren, Chats, Weblogs und vieles mehr. Schön und gut, was also ist dieses mysteriöse e-Learning 2.0?
Kommen wir der Antwort einen Schritt näher. E-learning 2.0 hat vor allem was mit
Social Softwares zu tun. Social Softwares sind Systeme die, die Interaktion, die Kommunikation und die Zusammenarbeit im Internet fördern. Darunter fallen e-mail, Foren, Weblogs und Wikis, um nur einige zu nennen.
Was ist ein Weblog?
Ein Weblog ist ein Internet Tagebuch, bei dem die Einträge zeitlich gereiht werden, dh. der jüngste Beitrag steht ganz oben, der älteste ganz unten. Der Administrator kann den Weblog verwalten, also Layout verändern und neue Beiträge erstellen. Andere können Kommentare zu den einzelnen Beiträgen abgeben, aber nicht selber einen erstellen.
Hier ein paar informative Seiten zu
Blogs oder besser gleich einen selber einen erstellen bei
Twoday. Einfach losblogen, es macht wirklich Spaß.
Was ist ein Wiki?
Eine Wiki ist etwas offener als ein Blog, hier kann jeder jederzeit Einträge machen und auch die vorhergehenden Beiträge verändern oder löschen. Es gibt immer wieder Textverlinkungen zu andere Seiten, die im Wiki geöffnet und wieder geschlossen werden können. Das führt zu non-linearen Texten.
Hier ein Beispiel
TiddlyWikioder das wohl berühmteste Wiki:
Wikipedia
allerdings wird hier von einem Redaktionsteam zensuriert, das heißt nicht jeder kann jeden Blödsinn reinschreiben.
So jetzt hätten wir ein paar Sachen geklärt, doch haben wir schon eine Antwort auf unsere Frage, was e-learning 2.0 ist? Ich glaube nicht so wirklich, obwohl wir der Sache schon einen Schritt näher gekommen sind und uns vielleicht ein wenig besser vorstellen können, was e-learning 2.0 sein könnte. Ein Punkt der Stefan Fiedler in seinem Workshop sehr wichtig war, waren die
RSS Feeds. Er wollte, dass wir auch wirklich verstehen, wobei es sich bei RSS Feeds handlet. Hier eine Erklärung dazu:
Was ist ein Rss-Feed?
RSS bedeutet Really Simple Syndicazion und ist ein Programm, das dem Benutzer ermöglicht verschiedene Inhalte einer Webseite zu bestellen. Mehr über RSS-FEEDS erfahrt ihr auf
Wikipedia. Das Revolutionäre dabei ist, dass jeder Eintrag, jeder Post, alles was im Internet publiziert wird, einen Rss Feed besitzt. Der Rss Feed stellt den Eintrag in XML Format dar. Rss Feeds können abonniert werden, man kann Flows, auch Datenströme genannt anfordern. Damit wird für den Abonnenten jede Veränderung, jeder neue Eintrag sichtbar. Die RSS Feeds kann man entweder mit dem Internet abonnieren, der Nachteil dabei ist, dass man ständig online sein muss, um sie zu aktualisieren, oder man installiert eine spezielle Software und hat dann seine RSS Feeds auf dem eigenen PC und kann damit auch offline arbeiten.
RSS Feed findet man bei diesem Icon
Mehr über
RSS-Feeds und noch ein Typ für ein RSS-Abo bei
Alesti So alles klar? Oder brauchts noch mehr Erklärungen zum Thema e-learning 2.0. Vielleicht noch ein paar weitere Anwendungen zeigen.
Flickr
Was ist Flickr?
Flickr ist eine Foto Management Seite. Das heißt man kann digitalen Bildern raufstellen und Freunde, Familie und andere Leute können diese ansehen. Oder man kann per Stichwort Fotos zu einem bestimmten Thema, Event etc. suchen. Das geschieht wiederum mit RSS Feeds, welches das ganze vereinfacht. Fotos können kommentiert werden und ausgetauscht. Hinzukommt, dass die Fotos auch per Handy oder E-Mail auf die Seite geschickt werden können. Am besten selber ausprobieren. Die Seite ist echt gut.
Weiter geht’s mit
delicios
Was ist delicios?
Mit delicios kann jeder Benutzer verschieden Lesezeichen erstellen. Jeder User kann verschieden Einträge machen oder links anlegen. Diesen Beiträgen werden dann bestimmte „Tags“ zugeordnet. Das heißt der Benutzer ordnet seinem Beitrag bestimmte Stichwörter frei zu. Mit diesen Stichwörtern finden dann andere User diesen Beitrag. Alle Beiträge sind für alle sichtbar und frei zugänglich. Die Vergabe von Lesezeichen ermöglicht den Benutzern zu sehen, welche anderen Nutzer ebenfalls dieselbe Seite gekennzeichnet haben.
So jetzt haben wir mal jede Menge Social Softwares erklärt. Vielleicht sind wir der Antwort jetzt ein Stückchen näher? Was ist e-learning 2.0?
Ein Unterschied zwischen e-learning 1.0 und e-learning 2.0 ist die
Kontrolle. Bei e-learning 1.0 gibt es viel mehr Kontrolle, wohingegen bei e-learning 2.0 der
Kontrollgedanke aufgebrochen wird. Es gibt viel mehr offene Dienste und jeder User kann individuell entscheiden, was er wann verwenden möchte. Benutzer von e-learning 2.0 haben viel mehr Freiheiten und Möglichkeiten sich ihre Anwendungen individuell und nach eigenen Interessen und Bedürfnissen zu gestalten.
Ein interessanter Artikel dazu gibst auf
wissen.sfg.at, daraus möchte ich zitieren:
eLearning 2.0 ist geprägt von einer Mischung aus Blogs, Podcasts und einer Fülle wiederverwendbarer Lernobjekte. eLearning 2.0 betrifft die gesamte Arbeitswelt und umfasst sowohl Lerninhalte, als auch die Prozesse, wie wir im wissensbasierten Arbeiten auf Tools und Instrumente zurückgreifen, um Informationen zu suchen und mit anderen auszutauschen, Informationen, die wir im Moment zur Erfüllung einer Aufgabe brauchen.
Weitere Links zum Thema e-learning 2.0
checkpoint e-learning
auf
englischoder von Stephan
Downes
Natürlich gibt es noch viel mehr dazu, vielleicht hat jemand einen guten Tipp.
So das war ein kleiner Einblick zum Thema e-learning 2.0. Mir persönlich hat der Workshop e-learning 2.0 mit Stefan Fiedler einiges gebracht. Jetzt heißt es nur auch in der Praxis die ganzen Social Software anzuwenden und vorallem seine Favoriten heraus zu finden.
Vielleicht schreibt mir ja jemand und erzählt mir von seinen ersten Erfahrungen mit blogs, wikis, rss oder was auch immer...
Susanka - 12. Jun, 14:19